Rückblick 500 Jahre Bauernkrieg (2025)

Der Bauernkrieg: Ein Aufstand, der vor 500 Jahren die Menschen bewegte, die Welt für einen Moment Kopf stehen ließ und an den seither auf ganz verschiedene Arten erinnert wird. Fest steht: DAS Bild des Bauernkrieges gibt es dabei nicht. Es sind verschiedene Perspektiven, die den Aufstand bereits zu seiner Zeit prägten. Es sind verschiedene Bilder und Interpretationen, die Generationen entwerfen und unser Bild des Aufstandes bis heute ausmachen. Gedenkjahre zeigen wie ein Spiegel, was Gesellschaften bewegt - auch im Jahr 2025. Heute haben wir ganz eigene Fragen an die Bewegung:

Wie kommunizierten die Aufständischen eigentlich? Wie war man connected? Welche Rolle spielten Frauen im Bauernkrieg? Und wie ging man mit Gewalt um? Und auch aktuelle globale und nationale Bewegungen, Konfliktherde und Krisen fließen manchmal, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, auf unsere Sichtweise des Aufstandes und den Protest der Menschen vor 500 Jahren ein.

Böblingen griff im Gedenkjahr bewusst seine Rolle als Schlachtenstandort und Endpunkt des württembergischen Bauernkrieges auf, um sich als Ort des Zusammenkommens zu verstehen, an dem gerade diese verschiedenen Perspektiven des Aufstandes zusammentreffen und sichtbar gemacht werden – sie, die Gesichter des Aufstandes, standen im Mittelpunkt des Gedenkjahres in Böblingen.

In einem vielfältigen Programm aus Ausstellung, Tagung, Theaterspektakel, Performance und Vermittlungsangeboten für Groß und Klein wurde dieses besondere Stück unserer Landes-, Regional und Lokalgeschichte erleb- und nahbar.

Folgende Ausstellungen fanden im Rahmen des Gedenkjahres statt:

An open letter ... von der Künstlerin Deepika Arwind (22. September - 01. Dezember 2024)

Der Aufstand in Person! (8. Juni – 01. Dezember 2024)

Wanderausstellung „Aufbruch bis zum Ende“ (26. Januar - 9. März 2025)

500 Jahre Bauernkrieg – Ein Ereignis und seine Gesichter (12. April 2025 – 11. Januar 2026)

Das Denkmal "Gesichter des Bauernkriegs" des Künstlers Peter Lenk

Drei Jahre arbeitete der Künstler Peter Lenk an seinem Denkmal zur Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 1525 hier in Böblingen. Es entstand ein Denkmal, das den Menschen vor 500 Jahren erstmals ein Gesicht gibt und an den Aufstand auf kritisch-satirische Weise erinnert. Ein Denkmal mit Themen, die uns bis heute bewegen.

Mitsprache, Freiheit, Konflikt, Solidarität. Ein Denkmal, das uns auf eine Zeitreise einlädt. Der Künstler selbst, der für seine oftmals mit satirischen Anspielungen und ironischen Spitzen versehenen Kunstwerke berühmt ist, macht deutlich:

„Zu spotten gibt es bei den tragischen Ereignissen vor 500 Jahren nichts“, denn „es geht ja um den Bauernkrieg.“

„Ein Bilderbuch aus Kalkstein und Beton, so drastisch und plastisch wie würdevoll.“
— Schwäbisches Tagblatt

Weitere Informationen zum Kunstwerk und unserer Spendenkampagne finden Sie hier. (PDF|4,5 MB)

Für ihre großzügigen Spenden bedanken wir uns bei:

Für ihre großzügige Unterstützung bedanken wir uns bei
 
Stiftung Pro Humanitate
Familie Richard Kriegbaum
Kulturstiftung Kreissparkasse Böblingen
Mercedes Benz Standort Sindelfingen
Volksbank Böblingen
Mercaden® Böblingen
Vermögensverwaltung Grumser GmbH
Ralf Sklarski Bauunternehmen
Derichsweiler Umzüge GmbH & Co. KG
Schönbuch Braumanufaktur GmbH & Co. KG
Jehle Werbetechnik GmbH & Co. KG
Bürgerstiftung Böblingen
Museumsfreunde Böblingen e.V.
Böblinger Galerieverein e.V.
Familie Prof. Dr. Axel und Dr. Manuela Prokop
Christoph J. Lehnert und Nadine Lindenberger
Cornelia und Dr. Walther Wenzel
 
sowie
 
Andrea Bauer
Wolfram Brander
Peter Conzelmann
Wilfried Durr
Ursula Edelmann-Seiler
Ulli Fetzer
Dr. Manfred Gnirß
Hans-Joachim Goldhamer
Friedrich Gumbsch
Heinz Joachim Hauser
Herbert Hack
Dr. Gero Kleinert
Corinne Kober-Kleinert
Martina Lutz-Bös
Renate Matzpohl
Jutta Rebmann
Alexander und Andrea Vogelgsang
Gerhard Weigel
Reinhilde von Zetlitz
 
und weiteren anonymen Spenderinnen und Spendern.

Möchten Sie auch Teil der Spendengemeinschaft für das Kunstwerk zum Gedenkjahr „500 Jahre Bauernkrieg“ werden? Informationen erhalten Sie beim Amt für Kultur, 07031 669-1611, s.reisch@boeblingen.de.