Der Bauernkrieg: Ein Aufstand, der vor 500 Jahren die Menschen bewegte, die Welt für einen Moment Kopf stehen ließ und an den seither auf ganz verschiedene Arten erinnert wird. Fest steht: DAS Bild des Bauernkrieges gibt es dabei nicht. Es sind verschiedene Perspektiven, die den Aufstand bereits zu seiner Zeit prägten. Es sind verschiedene Bilder und Interpretationen, die Generationen entwerfen und unser Bild des Aufstandes bis heute ausmachen. Gedenkjahre zeigen wie ein Spiegel, was Gesellschaften bewegt - auch im Jahr 2025. Heute haben wir ganz eigene Fragen an die Bewegung:
Wie kommunizierten die Aufständischen eigentlich? Wie war man connected? Welche Rolle spielten Frauen im Bauernkrieg? Und wie ging man mit Gewalt um? Und auch aktuelle globale und nationale Bewegungen, Konfliktherde und Krisen fließen manchmal, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, auf unsere Sichtweise des Aufstandes und den Protest der Menschen vor 500 Jahren ein.
Böblingen griff im Gedenkjahr bewusst seine Rolle als Schlachtenstandort und Endpunkt des württembergischen Bauernkrieges auf, um sich als Ort des Zusammenkommens zu verstehen, an dem gerade diese verschiedenen Perspektiven des Aufstandes zusammentreffen und sichtbar gemacht werden – sie, die Gesichter des Aufstandes, standen im Mittelpunkt des Gedenkjahres in Böblingen.
In einem vielfältigen Programm aus Ausstellung, Tagung, Theaterspektakel, Performance und Vermittlungsangeboten für Groß und Klein wurde dieses besondere Stück unserer Landes-, Regional und Lokalgeschichte erleb- und nahbar.
Folgende Ausstellungen fanden im Rahmen des Gedenkjahres statt:
500 Jahre Bauernkrieg – Ein Ereignis und seine Gesichter (12. April 2025 – 11. Januar 2026)
Das Denkmal "Gesichter des Bauernkriegs" des Künstlers Peter Lenk
Drei Jahre arbeitete der Künstler Peter Lenk an seinem Denkmal zur Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 1525 hier in Böblingen. Es entstand ein Denkmal, das den Menschen vor 500 Jahren erstmals ein Gesicht gibt und an den Aufstand auf kritisch-satirische Weise erinnert. Ein Denkmal mit Themen, die uns bis heute bewegen.
Mitsprache, Freiheit, Konflikt, Solidarität. Ein Denkmal, das uns auf eine Zeitreise einlädt. Der Künstler selbst, der für seine oftmals mit satirischen Anspielungen und ironischen Spitzen versehenen Kunstwerke berühmt ist, macht deutlich:
„Zu spotten gibt es bei den tragischen Ereignissen vor 500 Jahren nichts“, denn „es geht ja um den Bauernkrieg.“
„Ein Bilderbuch aus Kalkstein und Beton, so drastisch und plastisch wie würdevoll.“ — Schwäbisches Tagblatt
Weitere Informationen zum Kunstwerk und unserer Spendenkampagne finden Sie hier. (PDF|4,5 MB)
Für ihre großzügigen Spenden bedanken wir uns bei:
Für ihre großzügige Unterstützung bedanken wir uns bei
Stiftung Pro Humanitate Familie Richard Kriegbaum Kulturstiftung Kreissparkasse Böblingen Mercedes Benz Standort Sindelfingen Volksbank Böblingen Mercaden® Böblingen Vermögensverwaltung Grumser GmbH Ralf Sklarski Bauunternehmen Derichsweiler Umzüge GmbH & Co. KG Schönbuch Braumanufaktur GmbH & Co. KG Jehle Werbetechnik GmbH & Co. KG Bürgerstiftung Böblingen Museumsfreunde Böblingen e.V. Böblinger Galerieverein e.V. Familie Prof. Dr. Axel und Dr. Manuela Prokop Christoph J. Lehnert und Nadine Lindenberger Cornelia und Dr. Walther Wenzel
sowie
Andrea Bauer Wolfram Brander Peter Conzelmann Wilfried Durr Ursula Edelmann-Seiler Ulli Fetzer Dr. Manfred Gnirß Hans-Joachim Goldhamer Friedrich Gumbsch Heinz Joachim Hauser Herbert Hack Dr. Gero Kleinert Corinne Kober-Kleinert Martina Lutz-Bös Renate Matzpohl Jutta Rebmann Alexander und Andrea Vogelgsang Gerhard Weigel Reinhilde von Zetlitz
und weiteren anonymen Spenderinnen und Spendern.
Möchten Sie auch Teil der Spendengemeinschaft für das Kunstwerk zum Gedenkjahr „500 Jahre Bauernkrieg“ werden? Informationen erhalten Sie beim Amt für Kultur, 07031 669-1611, s.reisch@boeblingen.de.