Ausblick

Wende in Wandlitz

21. Juli - 17. November 2019

Eingang zur Waldsiedlung (© Kimmel)

Das Deutsche Bauernkriegsmuseum beschäftigt sich im Rahmen des Themas „Bewegungen zur deutschen Freiheitsgeschichte“ mit den Kundgebungen, Demonstrationen und Aufständen, die vor 30 Jahren im Rahmen einer friedlichen Revolution zum „Mauerfall“, zur Öffnung der innerdeutschen Grenze und ein Jahr danach zur deutschen Wiedervereinigung geführt haben.

Ab Ende der 1950er Jahre war im Wald bei Wandlitz eigens für DDR-Politbüromitglieder und ihre Familien ein Wohnpark mit zahlreichen Nebengebäuden, Wohnungen für Bedienstete, Freizeit- und Sozialeinrichtungen geschaffen worden: die Waldsiedlung Wandlitz.
Diese Siedlung mit ihrer kompletten Infrastruktur im „Speckgürtel Berlins“ war nicht in Landkarten verzeichnet und strengsten Zutrittsbeschränkungen unterworfen. Dennoch gelangten Informationen und Fotos über geheim gehaltene Kanäle nach draußen, an die Presse und in die Bevölkerung in West und Ost. Das Wissen jedoch darüber, wie und wo Funktionsträger, wie Ulbricht, Honecker und Krenz lebten, konnte erst nach der „Wende“ im Herbst 1989 öffentlich gemacht werden.

Erstmals in Westdeutschland gibt das Deutsche Bauernkriegsmuseum Böblingen im Rahmen einer Sonderausstellung den Blick hinter die grüne Betonmauer der Waldsiedlung Wandlitz frei und stellt ihre prominenten Bewohner und ihre Lebensgewohnheiten vor.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Wandlitz und den örtlichen Museen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 21. Juli 2019, um 15 Uhr in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz und der Kulturamtsleiterin von Wandlitz, Frau Dr. Claudia Schmid-Rathjen, sowie den Museumsleiterinnen von Wandlitz und Böblingen, Frau Dr. Elke Kimmel und Cornelia Wenzel, eröffnet.